Sehenswürdigkeiten

Brandenburger Tor

Berlins langgezogener Siegesbogen, das Brandenburger Tor, diente als visueller Brennpunkt für einen Großteil des Traumas, das Deutschland im 20. Jahrhundert heimgesucht hat – er stand während der DDR-Zeit 30 Jahre lang allein im Niemandsland zwischen Ost- und West-Berlin und bildete die Kulisse für die Euphorie von 1989.

Dieses Denkmal der Einheit, das wieder an seinem rechtmäßigen Platz im Herzen der Stadt steht, ist ein Muss auf jedem Berlin-Reiseplan.

brandenburger tor

Adresse: Pariser Platz, 10117 Berlin

Holocaust Denkmal

Das Denkmal des Architekten Peter Eisenman für die ermordeten Juden Europas ist absichtlich desorientiert: Es ist eine markante skulpturale Aussage, die den Besucher einlädt, nur um ein Gefühl des Unbehagens zu erzeugen. Es gibt keinen Aussichtspunkt oder Überblick; um sich voll und ganz auf das Bauwerk einzulassen, muss man hineingehen. Es ist an Orten gespenstisch, besonders an bewölkten Tagen und in der Nähe der Mitte des Monuments, wo man leicht ein Gefühl der Enge verspürt. Die frühe Kritik konzentrierte sich oft auf die mangelnde Spezifität des Denkmals – hier gibt es keine Davidsterne, keine offensichtliche Symbolik oder die Anerkennung der deutschen Schuld – aber es hat seitdem widerwillig die Anerkennung vieler ehemaliger Kritiker gewonnen.

Adresse: Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin

East Side Gallery

east side gallery

Die 1,3 km lange Strecke entlang der Spree von der Oberbaumbrücke bis zum Ostbahnhof ist eine der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten Berlins. Dies ist der größte noch erhaltene Abschnitt der Mauer, der mit 101 Gemälden internationaler Künstler aus dem Jahr 1990 geschmückt ist.

Dmitrij Vrubels auffälliges Porträt, das Breschnew und Höneckers Kuss zeigt – ein sowjetisches Zeichen großen Respekts – ist mit Abstand sein ikonischstes Bild. Um den Vandalismus der letzten Jahre zu verhindern, wurde 2017 ein meterhoher Metallzaun um die Mauer errichtet, eine Ironie, die den Besuchern nicht entgangen ist.

Adresse: Mühlenstraße 3-100, 10243, Berlin

Tempelhofer Feld

Der Flughafen Tempelhof, der für seine Geschichte aus der Zeit des Nationalsozialismus und des Kalten Krieges berühmt ist, stellte 2008 seinen Betrieb ein. Jetzt können Sie über die Startbahnen schlendern, auf denen die Stuka-Tauchbomber aus dem Zweiten Weltkrieg starteten und wo während der berühmten Berliner Luftbrücke nach der Blockade West-Berlins durch die Sowjets 1948 die Westmächte in einer der größten Leistungen der Luftfahrtgeschichte Nachschub für die 2,5 Millionen Einwohner der Stadt landeten. Heute ist das 368 Hektar große Freigelände mit Start- und Landebahnen und Wiesen ein beliebtes Ziel für Wanderer, Kitesurfer, Radfahrer, Läufer und Skater.

Adresse: Tempelhofer Damm, 12101 Berlin

Berliner Philharmonie

Der berühmteste Konzertsaal Berlins, in dem die weltberühmten Berliner Philharmoniker spielen, ist auch der architektonisch gewagteste: ein wunderbar puckiges Stück organischer Moderne. Der von Hans Scharoun entworfene goldene Bau mit dem markanten Gewölbedach wurde 1963 eröffnet. Sein Ruf für seine hervorragende Akustik ist richtig, aber es hängt davon ab, wo man sitzt. Hinter dem Orchester lässt die Akustik viel zu wünschen übrig, aber vorne (wo die Sitze viel teurer sind) ist der Klang himmlisch. Das Berliner Phil gibt in seiner Saison von August bis Juni etwa 100 Auftritte in der Stadt, dazu kommen 20 bis 30 Konzerte in der ganzen Welt.

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Adresse: Herbert-von-Karajan-Straße 1, 10785 Berlin

KaDeWe

Das KaDeWe, das legendäre Kaufhaus, ist mehr als ein Jahrhundert alt und stand im Herzen der Einkaufsszene der Stadt durch dick und dünn. Es verfügt über eine beeindruckende Auswahl an High-End-Designern und hat versucht, sein spießiges Image abzustreifen, indem es aufstrebende, jüngere Labels wie Alice + Olivia und die Londoner Schuhmarke Buffalo einführt.

kadewe

Der Raum ist so opulent wie eh und je, und er beherbergt auch den Inbegriff der Luxuslebensmittelhalle in einer Stadt, in der es sonst von billigen Supermärkten wimmelt. Delikatessengeschäfte, Metzgereien, Pasteten- und Lebensmittelgeschäfte und eine Vielzahl von Fertiggerichten zum Mitnehmen machen den Wechsel zwischen den einzelnen Bereichen zu einem wahren Genuss. Gehen Sie eine weitere Ebene hinauf und erreichen Sie ein höhlenförmiges, glasüberdachtes Restaurant mit einer schönen Aussicht auf den Wittenbergplatz.

Adresse: Tauentzienstraße 21-24, 10789 Berlin

Botanischer Garten & Botanisches Museum

Der Botanische Garten und das Botanische Museum Berlin wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts angelegt. Heute beherbergt er 18.000 Pflanzenarten, 16 Gewächshäuser und ein Museum. Die Gärten laden zu einem angenehmen Spaziergang ein, aber das Museum ist etwas baufällig, und es gibt keine Informationen auf Englisch. Jeden Montag findet ein Workshop zur Beratung über Wildpilze statt, Sie können also gerne in den nahegelegenen Wäldern auf Nahrungssuche gehen.

Adresse: Königin-Luise-Straße 6-8, 14195 Berlin

Prater Biergarten

Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Bierbrauen im Sommer in Bayern wegen der rapiden Verschlechterung des Getränks in der Hitze verboten. Stattdessen wurden die Brauer dazu ermutigt, an der Isar Keller zu bauen, in denen das Bier für den Sommertrunk gelagert werden konnte, und so entstand der Biergarten. Der im grünen Prenzlauer Berg gelegene Pratergarten ist entschieden mehr München als Berlin und lockt mit Bier, Wurst und Brezeln eine begeisterte Menge an.

Adresse: Kastanienallee 7-9, 10435 Berlin

Rixdorf

Gegenüber der belebten Einkaufsstraße Karl-Marx-Straße in Neukölln liegt das historische und charmante Dorf Rixdorf, dessen Mittelpunkt der Richardplatz ist. Zu den Gebäuden der ursprünglichen böhmischen Siedlung aus dem frühen 18. Jahrhundert gehören ein Schmiede- und Bauernhaus sowie die Bethlehemskirche aus dem 15. Jahrhundert. Es gibt sogar noch einen Pferdekutschenbetrieb, der noch immer in Betrieb ist, und auf dem Platz finden regelmäßig traditionelle Veranstaltungen statt, darunter ein Weihnachtshandwerksmarkt.

Anfahrt: Steigen Sie mit der S-Bahn oder der U7 an der Station Berlin-Neukölln aus und begeben Sie sich Richtung Richardplatz. Schon sind Sie mitten in Rixdorf.

Spandau

Unter den Berlinern gibt es einen Running-Gag (wenn auch keinen besonders klugen), dass Spandau, der westlichste der zwölf Bezirke der Stadt, nicht wirklich zur Hauptstadt gehört. Wie dem auch sei, diese malerische Gegend ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert.

Die Altstadt von Spandau, die sich entlang der Havel erstreckt, ist jeden Winter Schauplatz eines herrlichen Weihnachtsmarktes, und die mittelalterliche Zitadelle ist eine der am besten erhaltenen Festungen Europas.

zitadelle spandau

Anfahrt: Fahren Sie mit der S-Bahn Richtung Spandau und steigen Sie an einer der letzten Stationen aus.