Der Arbeitskreis
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Der Arbeitskreis kritischer RegionalwissenschaflterInnen (AKR) versteht sich als Arbeitszusammenhang kritischer WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Fachdisziplinen, die an der Analyse regionaler Entwicklungen interessiert sind. Der Arbeitskreis ist parteipolitisch unabhängig und pluralistisch.

Empirisch aufgearbeitet werden sollen jüngere Entwicklungen in den Regionen und in der Regionalpolitik, die mehr und mehr auf eine Verschärfung inner- und interregionaler Disparitäten hinauslaufen. Manifest wird dies z.B. an der Außer-Kraft-Setzung des Ausgleichsziels, an der sich andeutenden Bevorteilung bestimmter Regionstypen wie den Metropolregionen oder der immer offensichtlicher werdenden Unterwerfung regionaler Clusterpolitiken unter Kapitalinteressen

 

Was wir wollen

Das theoretische Interesse gilt der Frage, wie und in welchem Umfang sozialökonomische Veränderungen und neoliberale Politik zunehmend auch regionale Entwicklungen bestimmen. Die kritische Aufarbeitung der verschiedenen Verzweigungen neoklassischer Theorien ist hier ebenso von Bedeutung wie die erneute Rezeption kapitalismustheoretisch orientierter Klassiker und die Diskussion von Ergebnissen aktueller linker RaumwissenschaftlerInnen. Von hohem aktuellen Interesse sind die Debatten um das Verhältnis von Globalisierung und (angeblicher) Regionalisierung und damit auch um die Bedeutung vertikaler Verschränkungen zwischen den Ebenen von Globalität, Nationalstaat, Region und Kommune.

Politisch will der AKR mitwirken an einer Gegenoffensive gegen neoliberale Hegemonie in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Die langjährig von verschiedenen Akteuren verfolgte Politik beinhaltet u.a. eine Umverteilung von unten nach oben und eine Verschärfung regionaler Disparitäten - diese Politikausrichtung muss auch auf wissenschaftlicher Ebene entgegengearbeitet werden. Dies geschieht durch die Abhaltung von Workshops, durch Veröffentlichungen und Einmischung verschiedenster Art.